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Zur Verschwundenen Burg bei Erkheim

Tiere, Tipis, eine tolle Aussicht, eine verschwundene Burg und ein schöner Wald mit ebensolchen Wegen – mehr muss man eigentlich nicht sagen, oder?

Eine Leserin des ersten Teils von „Einfach WANDERBAR“ hat uns diese spannende Runde mit Waldtipis, einer verschwundenen Burg und tollem Ausblick empfohlen – und nicht zu viel versprochen. Gestartet sind wir am Parkplatz am Sportgelände nahe der Autobahn und dort erst ein Stück durch den Ort der Wanderwegebeschilderung mit der Nummer 5 gefolgt. Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Auf einer Koppel am Wegesrand grasten einige Pferde, die uns mindestens genauso neugierig entgegenschauten wie wir ihnen.


Ein kleines Stückchen weiter kommt man an einer Ranch vorbei: Hier leben Mini-Pferde, Ziegen, Hahn Elvis mit seiner Hühnerschar, etliche Kaninchen und eine Hündin.


Folgt man der kleinen asphaltierten Straße weiter geradeaus und dann den Hang hinauf, gibt es schon bald wieder etwas zu gucken: Vor einer idyllischen Bank ist eine Panoramakarte der Alpen angebracht. Bei Föhn kann man die Gipfel sehen und sie dank der Karte den richtigen Bergen zuordnen. Und auch wenn die Fernsicht nicht so gut ist, kann sich der Ausblick auf Erkheim hinunter durchaus sehen lassen.


Oben am Hang geht die Straße in einen Feldweg über und man steuert auf den Wald zu. Ist man im August unterwegs, versüßen jede Menge Brombeeren den nicht ganz so spannenden Weg. Doch das ändert sich im Wald schlagartig: Richtig verwunschen sieht es hier aus mit den Farnen und all dem weichen Moos, auf dem fleißige Handwerker mehrere Ast-Tipis gebaut haben. Dass sie alle eingehend erkundet werden müssen, versteht sich vermutlich von selbst.

Auf einem schmalen, von Wurzeln durchzogenen Weg geht es auch an der nächsten Kreuzung immer weiter geradeaus. An der folgenden biegt man links ab und wandert direkt auf die verschwundene Burg zu, die ihrem Namen alle Ehre macht: Von einer Burg ist weit und breit nichts mehr zu sehen. Aber mit etwas Fantasie kann man sich trotzdem gut vorstellen, wie die Ritter hier mitten im Wald wohl einmal gehaust haben.


An der Wasserreserve vorbei folgt man dem Weg weiter geradeaus, an der nächsten Gabelung links und dann wieder rechts. Der breite Waldweg geht nach einer Weile in einen Grasweg über. Mit Kinder- oder Bollerwagen könnte diese Etappe allerdings ein wenig anstrengend sein.

Der Weg führt bergab und mündet wieder in einen breiten Waldweg, dem man links folgt. An der nächsten Gabelung, an der man ebenfalls links abbiegt, bietet sich eine Pause auf dem schönen Brotzeitplatz direkt am Waldrand an. Von dort hat man eine schöne Aussicht bis nach Westerheim. Einzig die nahe Autobahn trübt die Idylle ein wenig.


Weiter geht es durch den Wald, dann auf einem Wiesenweg auf Erkheim zu und schließlich erst rechts und dann wieder links auf einem kleinen Sträßchen zum Parkplatz zurück.

WO 

Erkheim


PARKEN 

am Sportgelände in Erkheim 


STRECKE

6,5 Kilometer über asphaltierte Sträßchen, Feld- und Wiesenwege


DAUER 

3,5 Stunden


KINDERWAGEN 

theoretisch möglich, aber eher anstrengend


EINKEHREN

in Erkheim


MEHR

in "Einfach WANDERBAR 2"

(Tour 40)

Wenn es mehrere Tage richtig kalt ist, legen die Erkheimer Eisstockschützen einen tollen Eisplatz am Sportgelände in Erkheim an.

Übrigens

Im Winter lohnt es sich unter Umständen, die Schlittschuhe ins Auto zu packen: Dann nämlich, wenn die Erkheimer Eisstockschützen nach mehreren eisigen Tagen wieder einen Eislaufplatz am Sportgelände angelegt haben

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