
Abenteuer Steinfelsen bei Markt Rettenbach
Mehr kann eine Tour eigentlich nicht bieten: Wasser, eine traumhafte Landschaft, Felsen zum Klettern und Erkunden, einen Grillplatz direkt am Weg und zum krönenden Abschluss auch noch einen wirklich schönen Spielplatz – und das alles auf durchaus überschaubarer Länge. Einziger Haken: Kinder- und Bollerwagen müssen zuhause bleiben.
Für uns ist der Steinfelsen ein absolut magischer Ort für die ganze Familie. Die Nagelfluh-Formation mitten in einem kleinen Buchenwald ist zwar nicht ganz so groß und bekannt wie die auf dem gleichen Höhenrücken zwischen Ronsberg und Obergünzburg gelegene Teufelsküche, aber genauso schön und abenteuerlich: Die Kinder können klettern, geheimnisvolle Höhlen und Wege erkunden und eine Felsspalte, die man wagemutig (und dabei gefahrlos) durchsteigen kann, gibt es auch.
Um zu diesem kleinen Paradies zu gelangen, biegt man unterhalb der Mariengrotte in Markt Rettenbach (der Beschilderung des Crescentia-Pilgerwegs folgend) in den Haldenweg ein. Nach der Tretanlage verengt sich der Feldweg bald zum Trampelpfad und führt dann über einige Stufen nach unten zum Steinfelsen.
Wer nach all den Abenteuern dort schon genug oder einfach die Zeit vergessen hat, folgt der Treppe den Steinfelsen hinauf und wandert auf der wenig befahrenen Straße die rund 500 Meter nach Markt Rettenbach zurück.
Alle anderen lassen die Treppe links liegen, laufen weiter geradeaus und überqueren erst die Staatsstraße und dann über die Brücke die Östliche Günz. An deren Ufer kommt schon bald ein öffentlicher Grillplatz in Sicht, an dem man natürlich auch „einfach so“ Brotzeit machen und sich im Sommer in der Günz abkühlen kann.
SPIELPLATZ AN DER KIRCHE
Immer an ihrem Ufer entlang geht es zurück nach Markt Rettenbach, an der neuen Tretanlage vorbei und am dritten Feldweg rechts in den Ort hinein. Hier durchquert man das Wohngebiet „Mühläcker“ und biegt an der Kemptener Straße erst links und zwischen den Firmengebäuden der Schlosserei Notz wieder rechts ab. Noch einmal rechts, am Pfarrhof vorbei und dann ist auch schon ein Spielplatz zu sehen.
Wenn sich die Kinder irgendwann wieder loseisen können, folgt man der Gartenstraße, die am Spielplatz entlangführt, den Berg hinauf, nimmt den schmalen Fußweg geradeaus weiter nach oben durchs Wohngebiet und steht nach wenigen Metern wieder vor der Mariengrotte.
GLEICH ZWEI TRETANLAGEN
Übrigens: Auf dieser Runde kommt man gleich an zwei Tretanlagen vorbei. Die sind nicht nur herrlich erfrischend, sondern stärken laut der Gesundheitslehre von Pfarrer Sebastian Kneipp – übrigens einem echten Unterallgäuer – auch das Immunsystem und bringen den Kreislauf in Schwung. Also die Hosenbeine hochkrempeln und wie ein Storch durchs Wasser schreiten (ein Bein ganz aus dem Wasser heben, die Fußspitze zeigt nach unten). Nur so lange im Wasser bleiben, bis die Kälte unangenehm wird. Bei einigen besonders kalten Tretanlagen kann das schon nach einer Runde der Fall sein. Dann das Wasser mit den Händen abstreifen und die Füße im Gras wieder warmlaufen.
WO
Markt Rettenbach
PARKEN
Parken kann man im Haldenweg an der Mariengrotte oder am Parkplatz vor dem Spielplatz
STRECKE
4,9 km (2,3 km Abkürzung)
DAUER
3 bis 4 Stunden inkl. Aufenthalt
KINDERWAGEN
besser daheim lassen
EINKEHRMÖGLICHKEIT
in Markt Rettenbach, außerdem gibt es entlang des Weges jede Menge schöne Brotzeit-Bänkle
MEHR
(Tour 14)

Übrigens
Diese Tour ist zu jeder Jahreszeit absolut reizvoll. Am schönsten ist sie aber im Frühling, wenn der Weg zum Steinfelsen von Lungenkraut und Sumpfdotterblumen gesäumt ist und im Herbst, wenn das Laub mit Hagebutten, Pfaffenhütchen und Vogelbeeren um die Wette leuchtet.
















