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Hier kommt die Milch her

Dass die Milch nicht aus dem Kühlregal kommt, weiß zum Glück fast jedes Kind. Einmal selbst beim Melken zuzusehen, ist aber auch im rinderreichen Unterallgäu heutzutage etwas Besonderes. Auf dem Naturerlebnishof Gropper in Pfaffenhausen ist aber genau das möglich. Auch andere Unterallgäuer Landwirte geben gerne Einblicke in den Alltag auf einem Bauernhof.

Mit einer geübten Handbewegung wischt Barbara Gropper das Euter sauber und legt die Melkbecher an. Ein rhythmisches Saugen ist zu hören, schon fließt Milch durch die Leitung. Zwei Mal täglich, morgens und abends, steht die Biobäuerin auf ihrem Hof in Pfaffenhausen im Melkstand.


Wer mag, darf ihr dabei auch über die Schulter schauen und sie am Melkstand besuchen. Ein besonderes Anliegen ist es Barbara Gropper nämlich, dass den Menschen wieder bewusster wird, woher Lebensmittel kommen. Ihr ist es wichtig, dass sie wissen, wie viel Arbeit dahintersteckt und dass das Schnitzel einmal ein echtes, lebendiges Tier war. Ihr geht es um Wertschätzung – für die Tiere und die Arbeit der Landwirte.


Auf den Hof der Groppers kann man auch ganz spontan kommen, ohne Anmeldung. Am besten passt es zur Stallzeit zwischen 16.30 und 18 Uhr – dann ist nämlich auf jeden Fall jemand da und es gibt auch etwas zu sehen. Wer nur zu einer anderen Uhrzeit vorbeischauen kann, sollte am besten vorher kurz anrufen. Natürlich kann es im Hofalltag auch mal vorkommen, dass gerade so viel zu tun ist, dass nicht viel Zeit für Erklärungen ist. Wenn es gerade passt und sie sich trauen, dürfen die Gäste aber sogar ein wenig helfen.


Ob Spontanbesuch oder nach Anmeldung: Wer den Naturerlebnishof besucht, sollte vor Ort auf jeden Fall kurz Bescheid geben und nicht einfach übers Gelände und durch den Stall spazieren – das wäre bei einem laufenden landwirtschaftlichen Betrieb schlichtweg viel zu gefährlich. Die Aufsichtspflicht liegt die ganze Zeit bei den erwachsenen Begleitpersonen.



DIESE LANDWIRTE FREUEN SICH AUCH, WENN IHR ZU IHNEN KOMMT


Der Hof von Familie Heinle in Moos bei Legau liegt direkt am Illerradweg. Wer dort vorbeiwandert oder -radelt, bekommt Hasen und Ziegen zu sehen. Auch Führungen durch den Bio-Heumilch-Betrieb sind nach Vereinbarung und auf Spendenbasis möglich. Einfach rechtzeitig unter Telefon (08330) 433 anrufen und einen Termin ausmachen.


In Dennenberg (Ottobeuren) gibt Familie Lerf gerne einen Einblick in die Arbeit auf einem Bio-Milchhof. Neben Kühen, Stall und Fahrzeugen haben die Lerfs auch noch eine gläserne Molkerei! Wenn die Produktion gerade läuft, kann man hier sogar zuschauen, wie der hofeigene Bio-Joghurt hergestellt und abgefüllt wird. Bitte vorab einen Termin ausmachen unter Telefon (08332) 6733 (außer sonntags).


Martina Veit zeigt Familien auf ihrem Bauernhof in Albishofen (Lachen), wie man selbst Käse herstellt. Einen Termin dafür vereinbaren kann man unter Telefon (08331) 80870. Die zertifizierte Erlebnisbäuerin bietet unter anderem auch Waldpädagogik-Kurse an, bei denen man den Wald mit allen Sinnen neu erleben kann.

Kühe mit Hörnern, Schafe, Hennen und natürlich auch landwirtschaftliche Maschinen gibt es auf dem Demeter-Hof von Familie Königsberger in Westerheim zu sehen. Christine Königsberger bietet nach Voranmeldung und gegen einen Wertschätzungsbetrag Führungen über den landwirtschaftlichen Betrieb an und erzählt aus dem bäuerlichen Alltag. Termine können unter (08336) 809899 vereinbart werden.


Tiere ganz nah erleben kann man auf dem Biohof von Familie Popfinger und Grimbs in Sankt Johann bei Kammlach. Es gibt Schafe zum Streicheln, Kühe mit Hörnern und Hühner. Wer unter der Woche vorbeischauen möchte, sollte sich vorher anmelden unter (08336) 8133142, die aktuellen Wochenend-Öffnungszeiten findet man im Internet – ebenso wie die Termine für die Käsekurse, die Carmen Grimbs regelmäßig anbietet. Im Hofladen bekommt man auch Kaffee und Kuchen.


WO 

Pfaffenhausen


KONTAKT 

Naturerlebnishof Gropper, Telefon (08265) 7337505


PREIS

auf Spendenbasis


BARRIEREFREI

teilweise


TOILETTEN

vor Ort


EINKEHREN 

Picknickplatz vor Ort


MEHR

in "Einfach MACHBAR"

(Tipp 21)

So manche Stalltür im Unterallgäu steht für interessierte Gäste offen.

Übrigens

Neben den Groppers gibt es im Unterallgäu natürlich weitere Landwirte, die gerne zeigen, wie der Alltag auf einem Bauernhof aussieht und woher Milch, Joghurt, Käse, Wurst und Schnitzel kommen. So spontan wie in Pfaffenhausen ist der Besuch aus organisatorischen Gründen meist nicht möglich, aber nach Anmeldung steht so manche Stalltür offen. Es lohnt sich, auch einfach mal bei einem Bauer im Ort nachzufragen!

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