
Rings um Köngetried und Katzbrui
Wer muss schon noch nach Pisa, wenn es doch im Unterallgäu einen Turm gibt, der beinahe genauso schief ist? Der Kirchturm von Köngetried hängt 1,10 Meter nach Norden und 80 Zentimeter nach Osten – und ist der Startpunkt für diese Tour.
Der Weg führt von der Kirche die Südliche Bergstraße hinauf. Oben biegt man links in die Dorfstraße ab, folgt dieser durch den Ort und geht wieder links den Berg hinab. Am Schild der „Wandertrilogie Allgäu“ geht es rechts an Wiesen und einem Bächlein entlang Richtung Wald und dort nach rechts Richtung Mariengrotte. Hier kann man nach einem Kraken Ausschau halten (kein Scherz!) und kurz Kraft sammeln für die 89 schmalen Stufen, die aus dem Tal nach oben führen. Kinder- oder Bollerwagen sind deshalb absolut nicht empfehlenswert, es sei denn, man hat wirklich sehr viel Kraft und einen schmalen Wagen.
Oben angekommen geht es rechts immer am Waldrand entlang bis – hinter Sträuchern gut verborgen – beinahe ebenso viele Stufen wieder nach unten zur historischen Katzbrui-Mühle führen. Zuerst wandert man jedoch noch an etlichen kleinen Quellen vorbei, an denen die Kinder an heißen Tagen super pritscheln und matschen und außerdem das seltene Löffelkraut entdecken können.
Wer mag, macht anschließend noch einen Abstecher zum Damwild-Gehege hinter dem Fischweiher oder folgt gleich der Beschilderung Richtung Bittenau. Von dort geht es ausnahmsweise an der Straße entlang weiter nach Eßmühle. (Der Verkehr hält sich hier in Grenzen, deshalb erschien uns das vertretbar.) Etwa gegenüber der Mühle, unterhalb der Tretanlage, biegt man links in einen Feldweg ab, um an Truthühnern und Galloway-Rindern vorbei wieder nach Köngetried zu gelangen.
WO
Köngetried
PARKEN
an der Kirche oder an der Katzbrui-Mühle
STRECKE
7,3 Kilometer
DAUER
3 bis 4 Stunden
KINDERWAGEN
lieber daheim lassen
EINKEHREN
in der Katzbrui-Mühle
MEHR
(Tour 15)

Übrigens
Die Katzbrui-Mühle ist eine bäuerliche Getreidemühle aus dem 17. Jahrhundert und gilt als das einzige erhaltene Gebäude dieser Art im bayerischen Alpenvorland. Die Bausubstanz der 1661 errichteten Mühle wurde kaum verändert, die Mühleneinrichtung ist noch fast vollständig im Zustand der Modernisierung von 1866 erhalten. Wesentliche Teile der historisch-technischen Mühleneinrichtung können noch in die Bauzeit der Mühle, 1661, datiert werden.



