top of page
einfach-allgaeu-ausflugstipps-2.jpg

Illerabbruch-Runde bei Buxheim

Breite und schmale Wege, flache und ziemlich steile, Wasser und Wald bietet diese Route. Sie führt an der Iller entlang – und an den Spuren, die sie hier hinterlassen hat.

Beim Wandern sollte man ja immer die Augen offenhalten, aber hier lohnt es sich ganz besonders: Wir haben unterwegs nämlich nicht nur jede Menge Weinbergschnecken gesichtet, sondern sogar eine Ringelnatter.


Vom Parkplatz am Bahndamm folgt man einfach der Beschilderung „Illerabbruch-Runden“. Ein kurzes Stück geht es noch die Straße entlang, dann biegt man über eine kleine Brücke rechts in den Wald ab, mitten hinein ins Abenteuer. Erst geht es ein bisschen bergauf und dann einen schmalen, von Wurzeln durchzogenen Weg an der Kante entlang, die die Iller hier abgebrochen hat. Der Name Illerabbruch kommt schließlich nicht von ungefähr. Und dann entdecken Klettermaxe bestimmt bald den richtig steilen und damit unwiderstehlichen Hang am Wegesrand, den man hinaufkraxeln und auf dem Hosenboden wieder hinunterrutschen kann. Robuste Klamotten, die dreckig werden dürfen, und feste Schuhe sind deshalb absolut empfehlenswert – übrigens auch für den Fall, dass es vor der Wanderung längere Zeit geregnet hat. Dann nämlich kann der anschließende Abstieg durchaus zur matschigen Rutschpartie werden.


Etwas später gabelt sich der Weg und rechts führen etliche Stufen steil bergab Richtung Iller. Wer wie wir erst noch einen Abstecher zu den ein bisschen verwunschen wirkenden Seerosenteichen machen will, läuft jedoch einfach links weiter und erst unter der Autobahn und dann zwischen den beiden Teichen hindurch. Zu entdecken gibt es Fische, Enten, Libellen und Wasserläufer oder mit viel Glück eben auch eine Ringelnatter. Wer auch Seerosen bestaunen will, sollte am besten zur Blütezeit im Juni kommen.


AN DER ILLER ENTLANG

Von den Teichen geht man auf gleichem Weg wieder die gut 700 Meter zurück zur Treppe und dort auf einem schmalen Pfad über mehrere kleine Brücken durch ein kleines Sumpfgebiet, das geradezu danach schreit, Urwald-Forscher zu spielen. Pfeilgiftfrösche sind hier zwar eher nicht zu erwarten, aber eine heimische Kaulquappe ist für echte Entdecker ja kaum weniger spannend. Der Pfad führt schließlich aus dem Wald heraus und direkt auf den breiten Uferweg, wo es – immer an der Iller entlang – zurück nach Buxheim geht.


Bis man dort ankommt, kann es allerdings noch ein wenig dauern: Unterwegs gibt es nämlich noch eine Tretanlage und einen Zulauf zur Iller, in dem man mit Stöcken stochern und – wenn man nicht aufpasst – auch ziemlich nass werden kann. Falls sich die Kinder nicht so sehr für den Blick auf den Fluss begeistern können wie die Erwachsenen, sorgen Plakate mit kindgerechten Informationen rund um den Biber dafür, dass trotzdem keine Langeweile aufkommt. Außerdem führt der Weg direkt an mehreren Pferdekoppeln vorbei. Erreicht man schließlich die Eisenbahnbrücke, kann man entweder gleich rechts zum Parkplatz abbiegen oder noch ein kleines Stück geradeaus gehen. Direkt hinter der Brücke gibt es nämlich einen netten Grillplatz mit Brotzeitbänken, wo man die Wanderung wunderbar ausklingen lassen kann.


Besonders schön ist die Runde, wenn das frische Buchenlaub zeigt, dass der Frühling jetzt wirklich nicht mehr aufzuhalten ist, und außerdem im Herbst, wenn man durchs trockene Laub rascheln kann.

WO 

Buxheim


PARKEN 

am Parkplatz am Bahndamm 


STRECKE 

5,5 bis 7 Kilometer über eine asphaltierte Straße und teils schmale Feld- und Waldwege


DAUER 

3 Stunden


KINDERWAGEN 

daheim lassen


EINKEHREN

in Buxheim


MEHR

in "Einfach WANDERBAR 2"

(Tour 26)

Allerhand Tierisches zu entdecken gibt es auf der Illerabbruch-Runde bei Buxheim.

Übrigens

Die Ringelnatter lebt gerne in der Nähe von Gewässern und ist auch eine ausgezeichnete Schwimmerin. Sie ernährt sich überwiegend von Amphibien wie Erdkröten, Fröschen und Lurchen, aber auch von Mäusen, Fischen und kleinen Vögeln. Ihren Namen verdankt sie den beiden gelben, halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf, die einen Ringel um ihren Hals bilden – und möglicherweise auch der Tatsache, dass sie sich richtig gut einringeln kann. Obwohl die Ringelnatter für Menschen völlig ungefährlich ist, sollte man sie besser nicht anfassen. Denn zum einen stresst man die Tiere damit nur unnötig. Und zum anderen versuchen sie, sich durch heftiges Winden zu befreien und sondern dabei ein übel stinkendes Sekret ab, das auch nach mehrmaligem Händewaschen noch zu riechen sein kann. Also besser Finger weg!

Untitled.png
bottom of page