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Um den Hagenbühl und zum Storchenkran

Hoch hinauf und wieder runter geht es auf dieser Tour, die mit ihrer schönen Aussicht punktet. Und dann gibt es als ganz besonderes Highlight noch einen Storchenkran.

Wer Kirchheim noch nicht kennt, sollte wenigstens einen kurzen Blick auf den Marktplatz und das Fuggerschloss oben am Berg werfen, ehe er sich zum Startpunkt dieser Tour begibt, dem Sportplatz am Ortsrand. Von dort führt die beschilderte Runde „Um den Hagenbühl“ zunächst auf einer kleinen Straße und dann auf einem Feldweg Richtung Wald – und da gleich mal steil nach oben. Da der Weg – zumindest bei unserem Besuch – etwas ausgespült war, ist der Anstieg mit Kinder- oder Bollerwagen nicht ganz ohne, mit „a bissle G‘walt“, wie man auf gut schwäbisch sagt, aber durchaus zu bewältigen. Oben angekommen wird man mit der Aussicht auf Aspach und Weiler belohnt – und bei Föhn mit einem richtig tollen Alpenpanorama.


Das kann man auch super von der Brotzeitbank direkt am Wegesrand aus genießen. Trotz der Namen Romy, Lena und Emmi, die darauf eingebrannt sind, darf hier wohl jeder Wanderer ausruhen, bevor es zunächst am Waldrand entlang und dann auf einer kleinen Straße rechts Richtung Kirchheim zurückgeht. Rennen sollte man den Berg hinunter lieber nicht – auch wenn es unten einen Brunnen gibt, an dem man aufgeschürfte Knie ein bisschen kühlen oder im Sommer einfach so ausgiebig pritscheln kann. An Rapsfeldern, Wiesen und einem Wegkreuz vorbei ist der Parkplatz dann auch schon nicht mehr fern. Nur noch einmal rechts abbiegen, die Schafe begrüßen, die hier an einem Weiher grasen, noch einmal links und schon ist das Sportgelände in Sichtweite.


Mit etwas Glück konnte man unterwegs nicht nur Feuerwanzen, Waldmistkäfer und vielleicht sogar einen Feldhasen bewundern, sondern hoch oben auch Störche. Wer sie aus nächster Nähe beobachten will, fährt zum krönenden Abschluss vom Parkplatz zum sogenannten „Storchenkran“, für den Kirchheim inzwischen längst auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist. Weil er an der Staatsstraße zwischen Pfaffenhausen und Kirchheim steht und dort viel Verkehr herrscht, ist es leider keine gute Idee, dorthin zu wandern. Auf dem Kran haben sich mindestens neun Brutpaare häuslich eingerichtet, denen man mit einem fest installierten Fernglas direkt in die Kinderstube schauen kann. Einen Brotzeitplatz und Infos zur Geschichte des Storchenkrans gibt es hier auch.


ROLLI-TIPP 

Die komplette Runde ist wegen zweier Steilstücke mit Rollstuhl leider keine Option. Wer mag, kann allerdings nach etwa 300 Metern rechts abbiegen und dann kurz darauf eine „Abkürzung“ nehmen. Mit Rollstuhl bietet es sich an, diese 3,0 Kilometer lange Runde gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. So geht es auf einem Feldweg bergab und auf der Straße bergauf.

WO

Kirchheim


PARKEN 

am Sportplatz


STRECKE 

4,5 Kilometer über kleine, asphaltierte Straßen und Feldwege


DAUER 

3 Stunden


KINDERWAGEN 

mit Geländereifen


EINKEHREN

in Kirchheim


MEHR

in "Einfach WANDERBAR 2"

(Tour 48)

Auf dem Storchenkran in Kirchheim lebt eine der größten Storchenkolonien Bayerns.

Übrigens

In Kirchheim lebt eine der größten Storchenkolonien Bayerns. Einige der Tiere haben ihre Nester auf dem sogenannten Storchenkran auf dem Gelände der Baufirma Holzheu gebaut. Als der ursprüngliche Kran in die Jahre gekommen war und die Gefahr bestand, dass er unter der Last der schweren Nester zusammenbrechen könnte, errichtete Firmeninhaber Markus Holzheu den jetzigen, 21 Meter hohen Storchenmast. Was sich dort rührt, kann man mit dem fest installierten, kostenlosen Fernglas ganz genau beobachten.

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