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Checker Can und das Krippenmuseum

Werbung * Sie sind metergroß und winzig klein, aus Holz geschnitzt und aus Wachs gegossen, minimalistisch-modern und historisch-prunkvoll: Die unzähligen Krippenfiguren, die man das ganze Jahr über im tollen Schwäbischen Krippenmuseum in Mindelheim bewundern kann. Mittendrin: das Erdmännchen von Checker Can.

Wie viele Figuren insgesamt im Museum stehen, das hat selbst das Museumsteam nie gezählt. Es müssen Tausende sein. Alle zusammen erzählen die Geschichte der Weihnachtskrippe – und das ist bei Weitem nicht nur für Erwachsene interessant, sondern seit dem Umbau im Jahr 2019 auf jeden Fall auch für Kinder. Im Krippenmuseum gibt es mehrere interaktive Multimedia-Stationen, eine Krippe zum Selbstbauen und auch an Podeste vor den Vitrinen ist gedacht, damit die kleineren Gäste alles auf Augenhöhe sehen können.


Genau hinsehen sollten sie auch … Checker Can höchstpersönlich schickt sie im Krippenmuseum nämlich auf die Suche nach seinem Erdmännchen. Dem Erdmännchen, das der Krippenschnitzer in Checker Cans Sendung „Der Weihnachts-Check“ extra für ihn gemacht hat (die Folge ist im Museum natürlich auch zu sehen!). Das freche Kerlchen hüpft nun in Mindelheim durch die Vitrinen und mischt dort das Geschehen unter den Engeln, Soldaten, Königen und in den Krippen ein bisschen auf. Wer es findet und sich die Nummer der Vitrine merkt, bekommt an der Museumskasse eine kleine Überraschung.


Wer mag, kann den Besuch im Krippenmuseum super dazu nutzen, sich auch das Textilmuseum oder das Archäologiemuseum anzuschauen. Alle drei Museen sind im selben Gebäude untergebracht – und wer einmal den Eintritt bezahlt hat, darf sich nach Belieben überall umsehen. Einen extra Museumsrucksack gibt es für jedes der drei Museen!


Mindelheim ist übrigens der Geburtsort der Weihnachtskrippen in Schwaben: Hier stellten die Jesuiten im Jahr 1618 die erste richtige Krippe auf – und zwar nicht irgendeine Krippe, sondern eine mit bis zu 1,10 Meter großen, kostbar gekleideten Figuren in einer gewaltigen Kulisse.

Noch einmal 300 Jahre älter als die erste richtige Krippe in Schwaben ist ein ganz besonderer Bewohner des Krippenmuseums: das „Haushälterle“. Dabei handelt es sich um das älteste bekannte Christkind der Welt! Ja, der Welt! Es stammt aus einem Dominikanerinnen-Kloster in Leutkirch, hockt im Schneidersitz auf einem goldenen Kissen – und lutscht an einem Finger.


All dies erfährt man natürlich, wenn man „einfach so“ durchs Krippenmuseum geht. Wer mag, kann sich an der Kasse aber auch einen „Museumsrucksack“ ausleihen, mit dem der Besuch zur wahren Entdeckertour wird. Im Rucksack enthalten ist ein kleiner Museumsführer mit kindgerechten Informationen und ganz unterschiedlichen Aufgaben – vom Bild zum Ausmalen über Suchaufgaben bis hin zum Basteltipp.


NOCH MEHR KRIPPEN

Sehenswert ist die historische Krippe der Benediktinerabtei in Ottobeuren. Zu ihr gehören neben über 300 Figuren aus verschiedenen Epochen auch fast 230 Tiere. Diese sind allerdings nicht alle gleichzeitig zu sehen, weil die Szenen laufend umgebaut werden – von Mariä Verkündigung über die Herbergssuche und Jesu Geburt bis hin zur Ankunft der Heiligen Drei Könige. Dabei ändern nicht nur Maria und Josef ständig ihre Position, sondern auch die Soldaten, Hirten und alle anderen Protagonisten. Ganze Szenen wie die Hochzeit zu Kanaan kommen hinzu und „verschwinden“ wieder. Es lohnt sich also, die Krippe immer wieder zu besuchen. Interessant auch: Wenn man genau hinsieht, entdeckt man in der Ottobeurer Krippe witzige lokale Besonderheiten – wie einen Wegweiser nach Stephansried, die Buschelkapelle und Sebastian Kneipp.


Im „Haus der Kunst und Krippen“ der Sankt-Lukas-Stiftung in Bad Wörishofen wird seit 2022 in einem ehemaligen Hotel eine der größten Privatsammlungen religiöser Kunst in Deutschland ausgestellt. Zu sehen sind neben bedeutenden Kunstwerken auch ganz einfache Zeugnisse der Volksfrömmigkeit. Im Mittelpunkt: Weihnachtskrippen in ganz unterschiedlichen Ausführungen.


Ganz Erkheim wird alle paar Jahre zur Krippe. Na ja, ganz Erkheim ist es natürlich nicht, aber was die Krippenfreunde Erkheim auf die Beine stellen, ist wirklich beachtlich: So konnte man im Jahr 2022 zum Beispiel an 67 Standorten im ganzen Ort verteilt insgesamt 120 Krippen bewundern. Neun Kilometer war der „Erkheimer Krippenweg“ lang. 

WO

Mindelheim


PARKEN

kostenpflichtig direkt vor Ort


PREISE

Eintritt am ersten Sonntag im Monat frei, Öffnungszeiten und mehr findest du hier.


BARRIEREFREI

 ja


TOILETTEN 

 ja


EINKEHREN 

in Mindelheim


MEHR

in "Einfach MACHBAR"

(Tipp 22)

In Mindelheim stellten die Jesuiten im Jahr 1618 die erste richtige Krippe auf. Sie ist von Advent bis Lichtmess in der Mindelheimer Jesuitenkirche zu sehen.

Übrigens

In Mindelheim stellten die Jesuiten im Jahr 1618 die erste richtige Krippe auf – mit bis zu 1,10 Meter großen, kostbar gekleideten Figuren in einer gewaltigen Kulisse. Diese Ur-Krippe kann man in der Zeit zwischen dem 1. Advent und Lichtmess (2. Februar) an ihrem Original-Schauplatz in der Mindelheimer Jesuitenkirche bestaunen. Wer das Museum in dieser Zeit besucht, sollte unbedingt einen Abstecher dorthin machen! Die Jesuitenkirche ist gleich „ums Eck“ am Unteren Tor.

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